Mrz
29
2012
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Was Programmierer von Sozialanthropologen lernen können

Lewis H. Morgan

“Like” Button, Eindladungsfunktion auf Plattformen, “Social Objects” und überhaupt die Möglichkeiten, sich narrativ oder auch nur performativ (z.B. in Form von “Like”-Gesten) ausdrücken zu können – was heute so natürlich erscheint, als wäre es schon immer Bestandteil des Internet gewesen, dem wurde zu Beginn, als im Jahr 1993 der Mosaik Browser und kurze Zeit später der Browser Netscape den Weg ins Internet eröffneten, nur wenig Bedeutung beigemessen. Dabei hätte man damals schon von Sozialanthropologen (auch Ethnologen genannt) lernen können.

Betrachten wir uns die Einladungsfunktion auf der Corporate Microblogging Plattform Yammer. Hier ist es nicht mehr der anonyme Administrator aus der IT-Abteilung, mit dem man sich auseinander setzen muss, um in eine Community integriert werden zu können. Einladung? Auf diese Idee ist Mitte der 1990er Jahre  noch niemand gekommen. Das Folgende kennen die meisten noch: Erst einmal in die IT-Abteilung gehen, sich ein Formular vom Helpdesk abholen, das gespickt mit unverständlichen Begriffen ist. (weiterlesen…)

Mrz
10
2009
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Dynamische Darstellung einer Wiki-Zusammenarbeit

Wie wird bei der Zusammenarbeit (Collaboration) mit Wikis aufeinander Bezug genommen?

Das ist eine der Fragen, der sich zwei Forschergruppen der Universität Bamberg in einem von der VW-Stiftung geförderten Forschungsprojekt widmen, in welchem die Nutzung von Wikis in Organisationen untersucht werden. Am 27 Februar fand das Symposium “Wikis in Unternehmen” statt, in welchem erste Forschungsergebnisse vorgestellt wurden.

Auf der Webseite des Symposium haben die Forscher schöne Visualisierungen der wöchentlicher Wiki-Nutzung aus vier unterschiedlichen Organisationen bereitgestellt. Ich habe sie folgend mal in Wordpress eingebettet (Neustart der Animation durch Neuladen der Webseite):

[SWF] http://blog.cm-development.de/wp-content/uploads/2009/03/bcn_weekly_network.swf, 425, 344 [/SWF]

Abb.1: Blaues Wiki – Wöchentliches Koautoren-Netzwerk

Erläuterung:

Zunächst sind alle Autoren im Kreis geordnet. Sobald ein Autor mit einem (weiterlesen…)

Feb
22
2009
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Workshop zu sozialen Erfolgsfaktoren bei der Einführung von Web 2.0 in Unternehmen

Im vorangegangenen Blogbeitrag habe ich den dritten Teil der exellenten Präsentation von Simone Happ, Frank Wolf und Christoph Rauhut von T-Systems MMS kommentiert mit einigen Hinweise auf die sozialen Faktoren bei der Einführung von Web 2.0 in Unternehmen.

Dass diese Thematik immer mehr in den Vordergrund rückt, und dass sich auch die sozial- und betriebswissenschaftliche Bearbeitung dieses Thema abzeichnet, zeigt der Output des Workshops on Social Networking in Organizations, der im November im Rahmen der CSCW 2008 stattfand.

Alexander Richter war so freundlich, die Ergebnisse  der Diskussionen in einem Blogbeitrag zusammen zu fassen. Daraus ist eine tolle Liste geworden. Sie zeigt, wie vielfältig das Thema Collaboration ist und welche komplexe Fragestellungen damit verbunden sind.

Ich erlaube mir, die Liste hier noch einmal hineinzukopieren. Vielen Dank, Alexander, für die tolle Zusammenfassung.

Quelle: NeubibergBlog

Welche Fragen stellt sich die amerikanische Wissenschaft bzgl. des Einsatzes von Social Networking Services in Unternehmen?

A. Allgemeine Fragen und Forschungslücken (die nicht in B, C, D) vertieft werden
• Wie können SNS genutzt werden um Wissen zu gewinnen? Was sind die Mechanismen für die Erlangung von Wissen?

(weiterlesen…)

Feb
09
2009
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Wissensmanagement im Enterprise 2.0 – Teil 3: Anleitung zum Handeln //Where is the beef?//

In ihrem 3. Teil der Reihe Wissensmanagement im Enterprise 2.0 bieten Simone Happ, Frank Wolf und Christoph Rauhut von T-Systems MMS nun konkrete Handlungsanleitungen.

Wieder einmal eine tolle Präsentation. Wie die Autoren die Knackpunkte bei der Einführung von Web 2.0 im Unternehmen mit emotionalen Stilmitteln auf den Punkt bringen, ist wirklich bemerkenswert. Allerdings: Am Punkt “Handlungsanweisung” stößt die Präsentation, wie so viele Präsentationen zur Einführung von Web 2.0, aber doch an ihre Grenzen. Hierzu möchte ich im Folgenden einige Gedanken zum Besten geben.

Beispielsweise füllen die hier angesprochenen Themen “Integration in Strukturen und Prozesse” oder “Integration mit den Menschen” in der Management-Literatur ganze Bibliotheken. Die Rules of Thumb dieser Präsentation oder auch die Webseite wikipatterns.org geben einem gute Tipps. Aber reicht das, wenn wir professionell Web 2.0 einführen wollen? Was beispielsweise tun, wenn Mitarbeiter, die im Kommunikationsnetzwerk eine Gate-Keeper-Funktion innehaben, sich auf subtile Weise immer wieder der Kommunikation verweigern? Oder es stellt sich bereits zuvor die Frage: Woran erkennen wir überhaupt eine Verweigerung? Oder gar: Woran erkennen wir eine Gate-Keeper-Funktion? Und nun stellen wir uns Fragen wie diese für ein ganzes Netzwerk. Hier stoßen wir mit Daumenregeln schnell an unsere Grenzen. (weiterlesen…)

Jan
13
2009
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Was meinen wir, wenn wir vom ‘corporate mind’ sprechen?

Die Analogie zum menschlichen Geist  (engl.: mind) drückt viele Eigenschaften effizienter Zusammenarbeit aus. Aus diesem Grund haben wir uns bei der Wahl unseres Firmennamens auch für die Bezeichnung corporate mind development (cm|d) entschieden. Dieser Blogbeitrag geht darauf näher ein.

saugerhirne_im_vergleich

Vergleich der Hirngrößen und -morphologien verschiedener Säugetierspezies (Quelle: Gancho)

Das Gehirn, Milliarden von Nervenzellen (Neuronen), die durch ebenso viele Verbindungen miteinander vernetzt sind. Elektrische Impulse feuern auf diesen Verbindungen zwischen den Neuronen und liefern ihnen auf diese Weise ständig neue Informationen. Diese Informationen interpretieren wir Menschen dann als Bilder, Gerüche, Gefühle, etc.

Das Grundprinzip der neuronalen Informationsvermittlung ist also kein Selbstzweck. Und das Gehirn nimmt auch nicht in irgend einer passiven Weise Informationen auf. Im Gegenteil: es arbeitet ununterbrochen (weshalb es auch mit derart viel Energie versorgt werden muss). Durch die engmaschige Vernetzung der Neuronen gewährleistet es erst die Handlungsfähigkeit des Menschen. Auf ähnliche Weise lässt sich dies in einem Unternehmen betrachten.

Brot und Butter einer jeden halbwegs komplexen Unternehmung ist der Informationsaustausch zwischen ihren Gliedern – sei dies zwischen Mitarbeitern, ganze Abteilungen oder Pojekt-Teams. Aber auch etwa Rückmeldungen von Kunden und Geschäftspartnern gehören hierzu. Ohne diese Informationen würde ein Unternehmen nicht existieren können. Aber auch sie kommen nicht in passiver Weise zustande, sondern durch sehr ausgeklügelte Mechanismen. Da der Mensch ein soziales Wesen ist, entwickeln sie sich quasi automatisch. Aber der Informationsaustausch ist selten perfekt. Das weiß jeder zu sagen, der sich mit Unternehmenskommunikation beschäftigt. Hier ist also das große Verbesserungspotential verborgen.

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Nov
07
2008
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Obama goes Social Software (I): Wahlkampagne und die Verzahnung zwischen virtueller und echter Welt

In Barack Obamas Wahlkampf-Kampagne erlangte das Medium Internet eine entscheidender Bedeutung – dies aber nicht nur als Verbreitungs-Medium, sondern vor allem auch als Mobilisierungs- und Steuerungs-Medium.

“Die Kampagne zielte nicht auf Kontrolle bis in die unterste Ebene ab, sondern schaffte einen Spagat zwischen Hierarchie und Anarchie”, so schreibt die Technologie Review. Worin besteht dieser Spagat? Der Technology Review zufolge liegt der Erfolg darin, “die Online-Aktivitäten eng mit Aufgaben in der echten Welt zu integrieren”.

Beispiel: Telefonlisten mit potentiellen Wählern führen und durch Telefonieren abarbeiten. Dies ist eine typische Aufgabe von WahlkampfhelferInnen. Eine Funktion des Social-Webportals MyBarackObama.com (kurz: MyBO) bestand nun darin, die Koordination dieser Aufgabe der Online-Community zu überlassen. WahlkampfhelferInnen rekrutierten sich hierdurch also quasi von alleine. (weiterlesen…)

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