Apr
05
2011
0

Enterprise Microblogging und Soziale Interaktion (2): Soziale Hinweisreize

Gemeinhin heißt es, dass man mit geschrieben Texten weitaus weniger kommunizieren kann als bei der persönlichen Begegnung. Denn wichtige Informationen sind in Texten nicht enthalten. Das trifft etwa auf den Tonfall zu, sowie auf Gestik und Mimik. Bei Menschen, die sich nicht kennen und dennoch miteinander kommunizieren, spielt auch das Alter, die gesellschaftliche Position (Status) oder die Erscheinungsform (Kleidung) eine Rolle dabei, wie Gesprächsinhalte zu verstehen sind. Die sogenannten sozialen Hinweisreize, also Gestik, Mimik, Alter, Auftritt, fehlen in der Schriftsprache weitgehend – so also auch beim Microblogging. Das heißt aber nicht, dass es keine Hinweisreize gibt.Goldhaber

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Mrz
16
2011
0

Enterprise Microblogging & Social Interaction (1): Taking the Turn


The social of social software has still not being captured comprehensively, yet. Why is that? Social aspects of communication are relevant for implementation as well as for design. They are pretty well investigated in principle. This blog series likes to fill some knowledge gaps towards this issue. Lets start with the relation between Turn-Taking and design.

woman and man talking silhouettesThe design of an enterprise microblogging platform affects the mode of how and about what we communicate. Why? Easy: Because like with face-to-face interaction using social software is determined by informal rules that shape our behavior.

We know from interaction research the following example:


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Jan
31
2011
0

Enterprise Microblogging und Soziale Interaktion (1): Sprecherwechsel

Irgendwie wird das Soziale bei Social Software noch immer nicht in all seinen Facetten erfasst. Dabei ist das Soziale sowohl für die Organisationsgestaltung sowie auch gleichfalls für das Design ein wesentlicher Aspekt, der eigentlich gut erforscht ist. In loser Folge werde ich in diesem Blog mal einige Erkenntnislücken füllen.

woman and man talking silhouettes

Das Design einer Enterprise Microblogging Anwendung hat erheblichen Einfluss auf die Art und Weise, wie und über welche Inhalte kommuniziert wird. Wieso das? Ganz einfach: Weil es bei der Benutzung von Social Software genauso wie bei der Face-to-face Interaktion ungeschriebene Regeln gibt, die subtil wirken, aber unser Verhalten steuern.

Aus der Interaktionsforschung ist beispielsweise der folgende Regelkomplex bekannt: (weiterlesen…)

Jan
18
2010
0

Startschuss für das #ubimic Labor gefallen

Die Einsatzpotenziale von Microblogging im #ubimic Labor erleben

#ubimic‘ steht für die Vision des Ubiquitous Microblogging – des überall vorhandenen, des alles durchdringenden Microblogging. Informationen werden dann aus vielen Quellen schnell und einfach verfügbar:

  • von Menschen, die in Arbeitskontexten eigene Inhalte veröffentlichen und mit anderen teilen
  • von Sensoren, Maschinen und Prozesse, die Zustandsmeldungen und Messwerte veröffentlichen (z.B. Software-Bots)
  • aus bereits aggregierte Informationen von Menschen, Dingen und Prozessen (Mashups).

Das Projekt Ireko der TU Chemnitz macht Microblogging für Industriepartner hautnah im #ubimic Labor der Experimentier- und Digitalfabrik der Professur Fabrikplanung und Fabrikbetrieb erlebbar. Im Labor können Unternehmen gemeinsam mit dem Ireko-Team ab dem 2. Quartal 2010 praktische Anwendungsfälle dieser neuen Technologie simulieren, testen und weiterentwickeln. Der Fokus liegt dabei ganzheitlich auf den technischen, organisatorischen und sozialen Herausforderungen von Microblogging im professionellen Unternehmenseinsatz. Aktuelle Themenfelder im #ubimic Labor sind:

  • Prozessmonitoring und Lieferkettenüberwachung auf Basis von Auto-ID-Technologie (z.B. RFID)
  • Management von ad hoc Prozessen (plötzliche Ereignisse, Umrüstungen, Maschinenausfälle etc.)
  • Informationsaustausch in Produktionsnetzen
  • Projekt- und Logistikmanagement auf Baustellen

Technologiepartner des #ubimic Labors ist der Lehrstuhl Wirtschaftsinformatik II der TU Chemnitz (Ansprechpartner: Martin Böhringer).

Kontakt für Pilotanwender und Interessenten am #ubimic Labor

Im #ubimic-Labor entwickeln wir gemeinsam mit Unternehmen neue Einsatzszenarien der Innovation ‘Enterprise Microblogging’ im betrieblichen Alltag. Weiterhin begleiten wir Pilotprojekte in der Praxis. Für Informationen zum aktuellen Stand der Technik, zu Anwendungspotenzialen, zu Erfolgsfaktoren im Implementierungsprozessen und zu laufenden Pilotprojekten wenden Sie sich bitte an Dr. Lutz Gerlach, David Jentsch und Andreas Merkel. Follow @ubimiclabor on Follow ubimiclabor on Twitter

Dez
17
2009
1

Microblogging: Making improbable Communication probable

Why is Twitter, or rather the microblogging-principle, so successful in corporations?

Everybody speaks about Twitter, even with respect to communication within firms. Products like Yammer or Communote, that serve for professional microblogging within organisations and corporations, show that there is a demand. The newest collaboration suites start to implement microblogging functionality, too.

In order to get a satisfying answer to the question, why the communication principle of microblogging is successful we should look to some principles of human communication. I start with the following question: Why is communication very often improbable? And I will connect it with microblogging: How can microblogging help to cope with this issue?

This is a translation of my German blogpost from 18th May 2009

What is ‘improbable communication’?

Niklas Luhmann, probably Germany’s most important contemporary sociologist (died in 1998), stated that communication is improbable per se (in Soziologische Aufklärung III, 1981,  p.31). This, however, seems to be a contradiction to Paul Watzlawick’s famous sermon “It is not possible to not communicate”.

For Watzlawick each kind of behaviour is communication, i.e. it consists of sending some messages that can be observed by others. Try, for example, being in an elevator with somebody foreign and not to communicate. You will not be lucky because everything you are doing will send some signals that are ready for interpretation by the other.

However, Luhmann does not mean this kind of communication as it is a very broad definition of communication and, important for us in terms of digital social media, because it means physical presence. I, however, want to talk about physical absence, which is typical for microblogging. (weiterlesen…)

Okt
27
2009
0

Artikel in ‘Journal Arbeit’: Wie Web 2.0 in bestehende Businessprozesse integrieren? – Mit dem cm|navigator interne Wissensarbeiter identifizieren

Neue Veröffentlichung von uns, diesmal im Journal Arbeit:

Wie Web 2.0 in bestehende Businessprozesse integrieren?
Mit dem cm|navigator interne Wissensarbeiter identifizieren





Sep
18
2009
1

Microblogging in Innovationsnetzwerken

Auf der 7. Tagung “Vernetzt planen und produzieren” habe ich einige unserer Ideen zum Einsatz von Microblogging in Innovationsnetzwerken präsentiert. Das Interesse war groß und die Nachfragen rege, daher hier nun im Nachgang der Foliensatz und einige relevante Überlegungen aus unserem im Tagungsband veröffentlichten Paper.

View more documents from cm|d .

Prozesstransparenz und Ideendiffusion in Netzwerken – wie bewerkstelligen?

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Jul
21
2009
1

Praxis, Mimikry, Identität, Selbstaktivierung – Elemente eines Design-Frameworks für Social Software

[I]n order to create social software, a designer has to address in one way or the other all issues of enabling practice,  mimicking  reality,  building  identity  and  actualizing  self.

Mitarbeiter an der Universität von Amsterdam haben sich bereits im Jahr 2007 den Erfordernissen von Design für Social Software in einer Weise gewidmet, die mir sehr gefällt. Mit dem thematischen Hintergrund der Autoren wurde ich während meiner Ausbildung in der Wissenschafts- und Technikforschung vertraut. Dieser Hintergrund lässt sich kurz und prägnant auf den Nenner Wissensarbeit als Alltagspraxis bringen, worüber ich auch schon einmal ein Paper verfasst habe.

Die Autoren stellen neben des Aspekten Nachahmung, Identitätsbildung und Selbstaktivierung die Praxis, in diesem Fall die Aktivitäten der User als Gruppe, in den Vordergrund und möchte daraus Folgerungen für das Design von Social Software ableiten. Vielleicht verfängt sich ja etwas bei jenen von euch, die sich mit Software-Design beschäftigen. Aber auch diejenigen, die Web 2.0 zu produktiven Zwecken (z.B. in einem Unternehmen) einführen möchten, sollten hier mal genau reinschauen:

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Jun
05
2009
1

‘How to Do Things with Words’? (im Microblogging Universum)

How to Do Things with Words, so lautet der Titel eines Buches des bekannten Sprachwissenschaftlers John L. Austin aus den 1960er Jahren. Mit den Theorien in diesem Buch wurde der interessierten Fachwelt schlagartig bewusst, was sich bereits seit den 1920er Jahren in der akademischen Philosophie angedeutet hat: Sprechen bedeutet Handeln.

Aber was soll das denn heißen? Das wird im Folgenden schnell klar:

  • In Mannheim halten mehr IC-Züge als in Frankfurt
  • Ich nehme die hier anwesende XY zur Frau
  • Ich befehle dir, Holz zu holen

Drei unterschiedliche sprachliche Äußerungen (entnommen aus Harras: Handlungssprache und Sprechhandlung). Wir sehen gleich, dass sie sehr unterschiedliche Funktionen haben:

  • Ich stelle fest, dass in Mannheim ….
  • Ich beabsichtige, die hier anwesende xy zur Frau zu nehmen
  • Ich befehle dir, Holz zu holen

Die Handlungen sind dann also: eine Feststellung, eine Absichtserklärungen, ein Befehl. Es gibt viele weitere mögliche Sprechhandlungen (z.B. versprechen, warnen, fragen, etc.).

Aber wieso ist das wichtig für das Microblogging?

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Mai
18
2009
14

Microblogging: Unwahrscheinliche Kommunikation wahrscheinlich machen

Wieso hält Twitter, oder besser das Prinzip des Microblogging, das hinter Twitter steckt, derart erfolgreich Einzug in den Unternehmenskontext?

Twitter ist in aller Munde, neuerdings auch in Bezug auf Unternehmenskommunikation. Das beweisen Produkte wie Yammer oder das sich noch in der Beta-Phase befindliche Microblogging-System Communote. Beide sind für den professionellen Einsatz gedacht. Neueste Collaboration-Suites statten ihre Systeme ebenfalls mit Möglichkeiten aus, sich mittels Kurznachrichten und Statusmeldungen zu vernetzen.

Um eine zufriedenstellende Antwort auf die Eingangsfrage zu erlangen, lohnt es sich, einige Prinzipien der menschlichen Kommunikation zu beleuchten. In diesem Blogbeitrag soll es um die prinzipielle Unwahrscheinlichkeit von gelungener Kommunikation gehen und darum, wie das Instrument Microblogging dieser Misere entgegenwirken kann.

Was bedeutet ‘unwahrscheinliche Kommunikation’?

Bedingungen erfolgreicher Kommunikation

Für den 1998 verstorbenen Soziologen und Kommunikationstheoretiker Niklas Luhmann war Kommunikation grundsätzlich unwahrscheinlich. Dies ist nur vordergründig ein Widerspruch zu Paul Watzlawicks berühmten Ausspruch “Man kann nicht nicht kommunizieren.”

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