How to Do Things with Words, so lautet der Titel eines Buches des bekannten Sprachwissenschaftlers John L. Austin aus den 1960er Jahren. Mit den Theorien in diesem Buch wurde der interessierten Fachwelt schlagartig bewusst, was sich bereits seit den 1920er Jahren in der akademischen Philosophie angedeutet hat: Sprechen bedeutet Handeln.
Aber was soll das denn heißen? Das wird im Folgenden schnell klar:
- In Mannheim halten mehr IC-Züge als in Frankfurt
- Ich nehme die hier anwesende XY zur Frau
- Ich befehle dir, Holz zu holen
Drei unterschiedliche sprachliche Äußerungen (entnommen aus Harras: Handlungssprache und Sprechhandlung). Wir sehen gleich, dass sie sehr unterschiedliche Funktionen haben:
- Ich stelle fest, dass in Mannheim ….
- Ich beabsichtige, die hier anwesende xy zur Frau zu nehmen
- Ich befehle dir, Holz zu holen
Die Handlungen sind dann also: eine Feststellung, eine Absichtserklärungen, ein Befehl. Es gibt viele weitere mögliche Sprechhandlungen (z.B. versprechen, warnen, fragen, etc.).


